Historische Knappschaftsurkunde wird in Freiberg enthüllt

Die Urkunde vom 7. Oktober 1426 enthält mit „dy knabschaft“ den ersten schriftlichen Beleg für den Namen Knappschaft.

Die Urkunde vom 7. Oktober 1426 enthält mit „dy knabschaft“ den ersten schriftlichen Beleg für den Namen Knappschaft.

Stadt- und Bergbaumuseum präsentiert am 7. Oktober das Original von 1426 – Spezialführung, freier Eintritt und Geburtstagstorte zum Jubiläum

Chemnitz/Freiberg, 28. September 2026 - Auf den Tag genau 600 Jahre nach ihrer Datierung kehrt die historische Knappschaftsurkunde vom 7. Oktober 1426 nach Freiberg zurück. Das Stadt- und Bergbaumuseum präsentiert das Original am Mittwoch, 7. Oktober, um 15 Uhr in seiner Sonderausstellung „Licht im Schacht. Die KNAPPSCHAFT 600 Jahre in Freiberg“. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die feierliche Enthüllung mitzuerleben.

Und ein 600. Geburtstag darf natürlich gefeiert werden: Auf die Museumsgäste wartet deshalb auch eine Geburtstagstorte. Um 16 Uhr schließt sich eine öffentliche Spezialführung an. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher mehr über das historische Dokument, seine Entstehung und seine Bedeutung für die Geschichte der Knappschaft. Von 16 bis 17 Uhr ist der Eintritt in die Sonderausstellung kostenfrei.

Ein besonderes Zeugnis der Knappschaftsgeschichte

In der Urkunde vom 7. Oktober 1426 findet sich die historische Bezeichnung „dy knabschaft“. Damit ist der Name Knappschaft in diesem Dokument erstmals schriftlich belegt. Normalerweise wird das Original im Sächsischen Staatsarchiv verwahrt. Vom 7. Oktober 2026 bis zum 2. Februar 2027 ist es nun in der Sonderausstellung in Freiberg zu sehen.

Blick in die Sonderausstellung "Licht im Schacht - Die KNAPPSCHAFT 600 Jahre in Freiberg"

Für die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS), die Partnerin der Ausstellung ist, markiert die erste urkundliche Erwähnung des Namens Knappschaft eine besondere Wegmarke ihrer langen Geschichte. Die Wurzeln der Knappschaft reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Was als solidarische Absicherung der Bergleute begann, entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem modernen System sozialer Sicherung.

Heute vereint die KBS zahlreiche Zweige der Sozialversicherung und weitere Aufgaben unter ihrem Dach. Sie ist unter anderem bundesweit zuständiger Rentenversicherungsträger und Trägerin der Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT. Zum Verbund gehören außerdem die Minijob-Zentrale sowie ein eigenes medizinisches Kompetenznetz mit Ärzten und Kliniken.

Thorsten Zöfeld, Leiter der Regionaldirektion Chemnitz der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, erklärt: „Die Urkunde steht für einen Gedanken, der über Jahrhunderte hinweg nichts von seiner Bedeutung verloren hat: Menschen stehen füreinander ein und sichern sich gemeinsam gegen die Risiken des Lebens ab. Was bei den Bergleuten aus der Notwendigkeit gegenseitiger Unterstützung entstand, prägt den Gedanken der sozialen Sicherung bis heute. Für uns ist es deshalb etwas ganz Besonderes, unserer eigenen Geschichte mit diesem 600 Jahre alten Original so unmittelbar zu begegnen."

Sonderausstellung zeigt 600 Jahre Knappschaftsgeschichte

Die Sonderausstellung „Licht im Schacht. Die KNAPPSCHAFT 600 Jahre in Freiberg“ spannt den Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung des Namens Knappschaft bis in die Gegenwart. Auf 155 Quadratmetern zeigen Exponate, Geschichten und interaktive Elemente die Entwicklung von der solidarisch getragenen Fürsorge der Bergleute hin zu moderner sozialer Sicherung.

Die Ausstellung ist bis zum 2. Februar 2027 im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu sehen.

Zurück zur "Regionaldirektion Chemnitz"